Vögel

Bei Vögeln ist es besonders wichtig abzuschätzen, ob das Tier Hilfe braucht.

Handelt es sich um einen Ästling?

Junge Blaumeise
Junge Blaumeise; © NABU/Jan Piecha

Jungvögel werden eine Zeit lang als sogenannte „Ästlinge“ von ihren Eltern versorgt und benötigen keine Hilfe. Sie erkennen einen Ästling an seinem vollständigen, wenn auch vielleicht noch etwas unfertigen Gefieder und daran, dass er außerhalb des Nestes bereits laufen und hüpfen kann. Der Schwanz ist oft noch kurz, und der Vogel versucht mit den Flügeln zu schlagen, kann aber noch nicht richtig fliegen. Befindet sich dieser nicht in direkter Gefahr, können Sie ihn getrost dort zurücklassen, wo Sie ihn gefunden haben. Zu viele Jungvögel sterben unnötig durch gut gemeinte, aber falsche Versorgung in der Menschenhand. Deshalb unsere Bitte: Sind Sie bei der Beurteilung des Gefahrenpotentials unsicher, dann rufen Sie uns an. 

Tote Kohlmeisenbrut
Tote Kohlmeisenbrut; © NABU/Annemarie Butz

Zum Vergleich sehen Sie auf dem Folgenden Bild sogenannte "Nestlinge", also Jungvögel, welche nicht absichtlich das Nest verlassen hätten. Sie sind noch großteils nackt und völlig hilflos. Diese Vögel können ohne Hilfe außerhalb ihres Nestes nicht überleben.

Handelt es sich um einen jungen Mauersegler?

Junger Mauersegler
Junger Mauersegler; Foto: Johanna Uhl

Eine Ausnahme von der obigen Regel bilden Mauersegler. Diese werden nur am Brutplatz von den Altvögeln versorgt. Besonders bei großer Hitze im Sommer springen sie aus dem Nest und benötigen Ihre Hilfe. Wenn Sie einen Mauersegler gefunden haben, wenden Sie sich an die Mauerseglerklinik   in Frankfurt.

 

Mauersegler e. V. Mauerseglerklinik  

  06935 - 351504

 

Buchenstr. 9

65933 Frankfurt

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Ist der Vogel gegen eine Scheibe geflogen?

Vogelschlag an Glasscheibe
Vogelschlag an Glasscheibe; Foto: Jonathan Fieber

Ist ein Vogel gegen eine Scheibe geflogen, setzen Sie ihn, sofern er keine offensichtlichen Verletzungen aufweist, vorsichtig in einen dunklen Karton mit Luftlöchern und lassen Sie ihn dort für ein bis zwei Stunden in Ruhe, um sich zu erholen. Geben Sie ihm in dieser Zeit weder Wasser noch Futter. 

Sollte der Vogel nach der Ruhephase noch am Leben, aber immer noch flugunfähig sein, finden Sie im folgenden Absatz weitere Informationen.

 

Tipps wie Sie ihre Glasfronten Vogelsicher gestalten können, finden Sie hier  .

Ist der Vogel verletzt?

Bei verletzten Vögeln finden sich in der Umgebung die folgenden Ansprechpartner:

Singvögel (Igel und Eichhörnchen)

Wildtierhilfe Schäfer  

  0178 - 7215103

 

An der Ohm 10

35325 Mücke-Wettsaasen

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Tauben und Raben

Vogelpflegestation Gründau (NABU)

  06151 - 16869

 

An der Nachtweide 5

63584 Gründau-Rotenberg

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Vögel, keine Wasservögel (Wildtiere, Fledermäuse)

Wildvogelpflegestation

  06402 - 9239

 

Grünberger Str. 21

35410 Hungen-Nonnenroth

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Greifvögel, Eulen

Falknerei Ronneburg  

  0163 - 40 94 500 / 06048 - 2020887

 

Burg Ronneburg

63549 Ronneburg

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Wann sollten Polizei oder Feuerwehr hinzugezogen werden?

Immer wenn Leib und Leben von Menschen durch eine Rettung gefährdet wären, z. B. bei einer Rettungsaktion eines Wildvogels, der an einer Schnur im Baum hängt, oder wenn ein Höckerschwan auf einem Gewässer festgefroren ist. Bei einer Stockentenfamilie, die im Stadtzentrum eine Straße überqueren möchte, kann die Polizei den Straßenverkehr regeln, um zu vermeiden, dass die Küken oder die Entenmutter überfahren werden. Das Anhalten auf der Autobahn ist verboten. Wenn Sie einem verletzten Tier dort helfen möchten, sollten Sie auch in diesem Fall die Polizei verständigen.

Hinweis

Einige Vogelarten (Gänse, Enten etc.) gehören auch zu den "jagdbaren Tieren" nach BJagdG. Jagdbare Tiere werden in einem eigenen Absatz behandelt.

Generelle Fachinformationen zum Thema Avifauna