
Fledermäuse können sich von Mitte August bis Mitte September gelegentlich in Wohnungen verirren. Dies liegt daran, dass sie die geöffneten Fenster auf der Suche nach einem neuen Quartier auskundschaften und nicht wieder hinaus finden. Fledermäuse verstecken sich gern in Ritzen wie in den Falten der Gardine oder hinter Bildern. Wenn Sie das Tier nicht wiederfinden achten Sie darauf, dass Sie die Fledermaus nicht versehentlich einsperren was zum Tod führen kann.
Um den ungebeten Gast wieder loszuwerden können Sie einfach abends, wenn die Fledermaus wieder munter wird die Vorhänge bei Seite ziehen und ihr ungebetener Gast macht sich ganz von allein davon. Im Zweifelsfall können sie das Tier am Abend vorsichtig ins freie bringen und dort freilassen. Tragen Sie jedoch dabei Handschuhe, da Fledermäuse zwar kleine aber scharfe Zähne besitzen.
Ist die Fledermaus verletzt legen Sie das Tier behutsam in eine gepolsterte Schachtel mit Luftlöchern und kümmern Sie sich um Hilfe durch Fachleute. Im Folgenden finden Sie Andressen in der Umgebung, die verletzte Fledermäuse aufnehmen.
NABU Hotline Fledermaus
030 - 284984 - 5000
Fledermaus Notruf Telefon NABU
0157 - 74153954
Die NABU Hotline Fledermaus ist von Juni bis August auch abends und an den Wochenenden erreichbar. Die Sprechzeiten sind Montag bis Freitag von 10 bis 16:00 und 19:00 bis 20.30 Uhr. Samstag, Sonntag sowie an Feiertagen ist das Telefon von 11:00 bis 13:00 Uhr und von 17:00 bis 19:00 Uhr besetzt.
Adressen für Fledermäuse in der Region (aber auch Wildtiere und Vögel, jedoch ohne Wasservögel) ist die Wildvogelpflegestation in Hungen und die Fledermaus-Auffangstation in Ober- Mörlen (Adressen folgend).
Wildvogelpflegestation
(auch Fledermäuse und andere Wildtiere)
06402 - 9239
Grünberger Str. 21
35410 Hungen-Nonnenroth
Fledermaus-Auffangstation
(Christina Alber)
0176 - 21688525
Am Kirschenberg 81
61239 Ober-Mörlen
Wenn Sie von der Situation überfordert sind melden Sie sich gern bei einem Mitglied unseres Vorstands.
Fledermäuse sind seltene und faszinierende Tiere und für Menschen kein bisschen gefährlich. Außerdem stehen sie unter strengem Schutz nach dem Bundesnaturschutzgesetz und sind ebenfalls in den Anhängen der FFH-Richtlinie gelistet. Viele Arten sind auch in Hessen selten oder sogar vom aussterben bedroht . Es ist also eine gute Idee den Tieren Platz zu gewähren, wenn sie sich an der passenden Stelle ansiedeln möchten. Der NABU stellt Tipps bereit, wie auch Sie Ihr Haus und Ihren Garten für Fledermäuse attraktiv gestalten können.