Im Jahr 2019 und auch später wurde eine Nutzung des Bunkers durch Fledermäuse nachgewiesen. Auch für das Jahr 2025 ist eine Überprüfung der angebrachten Versteckmöglichkeiten vorgesehen.
In einer ehemaligen Bunkeranlage hinter dem Buderus-Gelände befand sich während und nach dem 2. Weltkrieg ein Behelfsheim. Von den längst beseitigten Barracken sind dur noch einzelne Betonreste übrig, was aber dazu geführt hat, dass sich über viele Jahrzehnte eine sehr interessante Vegetation eingestellt hat. Am Rande gelegen befindet sich eine etwa 30 Meter lange unterirdische Betonröhre, die vermutlich als Bunker gedient hat. Beim NABU Hirzenhain ist hierzu die Idee entstanden, diesen Bunker als Winterquartier für Fledermäuse zu gestalten.
Im Sommer wurde enorme Mengen Sperrmüll, vom alten Kühlschrank bis zu Minibaggerketten entfernt. Dann wurden die überzähligen Eingänge zugeschüttet und jetzt wurde der letzte Eingang mit einer Eichentür verschlossen, die unbefugtes Betreten, aber auch Störungen durch Prädatoren, wie Fuchs, Waschbär und Marder verhindert. Jetzt heißt es nur noch warten, ob die gefährdeten Insektenjäger, von denen alle Arten unter strengem Naturschutz stehen, dieses Quartier annehmen. Zeigen wird sich das erst bei einer Kontrolle, die einmal jährlich, erstmals im kommenden Sommer, durchgeführt werden soll. Verbinden wollen wir diese Kontrolle dann auch mit einer geführten, öffentlichen Fledermausexkursion.
Für dieses tolle Projekt gilt es zahlreichen Beteiligten herzlichen Dank zu sagen. Zunächst für die fachliche Beratung durch den Experten Adam Strecker, von der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Hessen. Das Entrümpeln und Verschließen der Eingänge wurde von Michaela Feigl, Günter Ruth und Jürgen Faust durchgeführt. Für Genehmigungen und vor allem die vollständige Übernahme sämtlicher Kosten danken wir der Firma BFG-Feinguss-Hirzenhain und hier vor allem der Sachbearbeiterin Kerstin Bernhard. "Innenausbau" wurde vorgenommen von Holger und Alexander Uhl, und die Türe fertigte und montierte Stefan Nos.
Aufräumaktion im Jahr 2018; Bilder/Autoren: Jürgen Faust und Michaela Feigl
In den letzten 4 Tagen haben wir, Guenter Ruth, Michaela Feigl & meine Wenigkeit, ordentlich geschuftet. Es ist uns gelungen, die ehemaligen Bunker hinter dem Buderus-Industriegelände von allerlei Müll zu befreien und mit dem Verschließen der Eingänge zu beginnen. Die weiteren Arbeiten (Styroporleisten anbringen und Eingänge vergittern) sind angedacht und geplant, genauer Zeitplan ist noch offen.
In dem Zusammenhang, im Namen des NABU Hirzenhain, herzlichen Dank an Michaela & Günter, Adam Strecker für die kompetente und freundliche Beratung, Kerstin Bernhard von BFG/BUDERUS Guss, für die Übernahme der Kosten sowie Frau Willführ von der Presse!
Jürgen Faust, 28.05.2018
Die Aktion wurde sowohl in der Presse als auch in der Winterausgabe des NABU-Zeitschrift HESSEN natürlich behandelt.
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