Einen Igel sollte man nur aufnehmen, wenn er offensichtlich hilfsbedürftig ist. Dazu zählen verletzte oder kranke Tiere, Igel, die apathisch wirken, stark abgemagert sind oder sich tagsüber schwach und ungeschützt zeigen. Auch Jungigel, die im Herbst deutlich untergewichtig sind, brauchen Hilfe, da sie sonst den Winterschlaf nicht überleben. Ein gesunder Igel ist rundlich, aktiv und rollt sich bei Gefahr ein – solche Tiere sollte man nicht mitnehmen, sondern in Ruhe lassen.
Findet man einen möglicherweise hilfsbedürftigen Igel, sollte man ihn zunächst ruhig beobachten. Ist Hilfe nötig, kann man ihn vorsichtig mit Handschuhen oder einem Tuch aufnehmen und in einen gut belüfteten Karton mit weicher Unterlage setzen. Der Igel sollte warm, ruhig und dunkel untergebracht und so schnell wie möglich zu einer Igelstation oder fachkundigen Pflegestelle gebracht werden. Bei Unsicherheit kann man kurzfristig Wasser und geeignetes Futter wie Igelfutter oder Katzenfutter anbieten, jedoch nur, wenn der Igel nicht unterkühlt ist.
Unbedingt vermeiden sollte man es, Igel mit Milch zu füttern, da sie diese nicht vertragen und davon schwer krank werden können. Auch Brot, Obst oder gewürzte Speisen sind ungeeignet. Gesunde Igel sollten nicht unnötig gestört oder mitgenommen werden, und unerfahrene Pflegeversuche über längere Zeit können dem Tier schaden. Am besten hilft man Igeln langfristig, indem man ihnen naturnahe Gärten, Verstecke und sichere Futterstellen anbietet.

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